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May 2009

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ALFRED SCHNITTKE

FILM MUSIC EDITION
VOL. IV

Sport, Sport, Sport
Die Abenteuer eines
Zahnarztes

Rundfunk-Sinfonieorchester
Berlin · Frank Strobel

1SACD · PC:21 · C5002
845221050027

ALFRED SCHNITTKE als Filmkomponist – das ist jedem bekannt, der sich näher mit Schnittke beschäftigt hat, aber nur die wenigsten sind mit seinem filmmusikalischen Schaffen vertraut. Das ist erstaunlich, denn einerseits hat Schnittke in den Jahren 1961 bis 1984 immerhin über 60 Filmmusiken komponiert, und andererseits hatten seine plystilistischen Techniken im Film ein nahezu ideales Äquivalent gefunden. Da Schnittke wie viele seiner Zeitgenossen in der UdSSR unter künstlerischen Reglementierungen litt und seine Werke oftmals nur unter schwierigen Bedingungen aufgeführt werden konnten, trug die Tätigkeit für den Film wesentlich zu seinem Lebensunterhalt bei. Er begriff das Komponieren für den Film aber durchaus als Chance für sein künstlerisches Schaffen und stand zudem in einer Reihe mit großen sowjetischen Komponisten wie Schostakowitsch, Prokofiev und Chatchaturjan.
Seit einigen Jahren bemüht sich die Witwe des Komponisten, Irina Schnittke, der Musikverlag Hans Sikorski und der Dirigent und Filmmusikexperte Frank Strobel intensiv um die handschriftlichen Partituren. So konnten inzwischen eine ganze Reihe an handschriftlichen Manuskripten aus den Moskauer Archiven nach Deutschland gebracht werden. Frank Strobel kommt hiermit auch einem lang gehägten Wunsch des Komponisten nach: dieser wollte sein filmmusikalisches Schaffen auch im Konzertsaal wieder lebendig werden lassen, was Frank Strobel dazu ermutigte bereits eine große Anzahl an Konzertsuiten zusammenzustellen und zu bearbeiten.
Mit dieser SACD liegt nun das vierte Album aus der Schnittke Filmmusikreihe bei Capriccio vor.

ALFRED SCHNITTKE’s work as a soundtrack composer – this fact is known to everyone acquainted with Schmittke’s oeuvre. Nevertheless, not many have knowledge of the fact that between 1961 and 1984 he composed as many as 60 soundtracks. His polystilistic arrangements were perfectly suited for movies. Schmittke was, as well as many of his colleagues, bound to Sovjet Union’s artistic restraints, which made rehearsing a difficult matter; though, much of his substistence came from this job in the film industry. Composing soundtracks was for Schmittke the means of expression of his artistic views, and thus he can be named in a line with Shostakowitch, Prokofiev and Chatchaturian.
Since many years Schmittke’s Widow Irina, publisher Hans Sikorski and director and soundtrack expert Frank Strobel devote themselves to the composer’s hand-written scores. A great number of these have already been gathered and taken from Moscow archives to Germany. Schmittke was desirous of giving life to his compositions in a concert hall. With Frank Strobel it was possible to meet Schmittkes desire; a number of concert suites have already been collected and arranged for this purpose.
The present SACD is the fourth album out of a series of soundtracks by Schmittke to be released by Capriccio.

also available:

Vol.1:
1SACD · PC:21 · C71041
4006408710417

VOL.2: 1SACD · PC:21 · C71061
4006408710615

VOL.3: 1SACD · PC:21 · C71127
4006408711278

ARNOD SCHÖNBERG · ANTON WEBERN · ALBAN BERG

The Waltz Arrangements
to the waltzes by Johann Strauß (Jr.)
Walzer Bearbeitungen
zu Walzern von Johann Strauß (Sohn)

Rosen aus dem Süden
Kaiserwalzer · Lagunenwalzer
Schatzwalzer · Wein, Weib und Gesang

LINOS-ENSEMBLE

1CD · PC:21 · 845221050041

„Schönberg hat wieder eine herrliche Idee: [...] einen Verein zu gründen, der es sich zur Aufgabe macht, Musikwerke aus der Zeit ‚Mahler bis jetzt‘ seinen Mitgliedern allwöchentlich vorzuführen.“ (Alban Berg an seine Frau Helene, 1. Juli 1918) Nach dem Erfolg von zehn öffentlichen Proben zur Kammersymphonie Arnold Schönbergs in Wien entstand das Konzept zu einer neuartigen Veranstaltungsform der Wiener Schule. Der Verein setzte nicht nur als Pflegestätte von Novitäten sondern auch durch seine unkonventionelle Struktur neue Maßstäbe: Geheimhaltung des genauen Programms (um einen „gleichmäßigen Besuch zu sichern“), Wiederholung von Werken, nichtöffentlicher Charakter der Vereinskonzerte, Verbot von Beifalls- oder Missfallensbekundungen, um „Künstlern und Kunstfreunden eine wirkliche und genaue Kenntnis moderner Musik zu verschaffen“. Das Werk sollte für sich sprechen: unprätentiös, von so genannten „Vortragsmeistern“ mit Sorgfalt einstudiert, Verständlichkeit neuerer Musik als einziger anzustrebender Erfolg. Zu einem musikhistorisch legendären Ereignis kam es am 27. Mai 1921 anlässlich eines „Außerordentlichen Abends“ mit vier Walzern von Johann Strauß in der Bearbeitung von Anton Webern, Alban Berg und Arnold Schönberg. Nach dem Konzert, bei dem die Komponisten auch als Interpreten agierten (Berg: Harmonium, Schönberg: 1. Geige, Webern: Violoncello), sollten die Manuskripte versteigert werden, um die finanziellen Mittel für weitere Vereinsabende hereinzubringen. Nicht nur die Kuriosität der Stilantipoden Strauß/Wiener Schule-Trias, sondern auch Schönbergs humorvolle Conference trugen zum Erfolg des Abends wesentlich bei.

“Once again, Schönberg has a great idea in mind: [...] the foundation of an association for the weekly rehearsal to its members of music ‘from Mahler to our days’“. (Alban Berg in a letter to his wife Helene on July 1st, 1918) After the success of ten public rehearsals by Arnold Schönberg of the Kammersymphonie in Vienna, this new concept was installed at the Wiener Schule. The association was not only a hoard of musical novelties, but was also renowned for its unconventional structure: the program was kept secret (“in order to achieve a constant number of visitors”), repetition of works, a non-public character of the concerts, prohibition of applause and disapproval “to give the artists and the audience a genuine and accurate oversight of modern music”. The work should speak for itself: unpretentitious, performed with much care by the so-called “rehearsing masters”. The understanding of music was the one and only aim to be reached. A legendary event was the “extraordinary soiree” on May, 27, 1921: four waltzers by Johann Strauß arranged by Anton Webern, Alban Berg and Arnold Schönberg. After the concert, in which the composers also acted as interpreters, (Berg: harmonium, Schönberg: first violin, Webern: violoncello), the manuscripts were auctioned to raise money for further concerts. The evening was a great success, not only because of the stilistic antipodes Strauß/Wiener Schule triad, but also thanks to the witty speech that was given by Schönberg.

FERRUCCIO BUSONI

PIANO TRANSCRIPTIONS and
PARAPHRASES
incl. World Prémiere Recordings *

Gondoliera Variations (Liszt) *
„Merlin“ Fantasy (Goldmark)*
Fugue in C minor (Mozart)*
Overture D 648 (Schubert)*
Great Fugue (Bach)*
Scherzo (Novácek)*
„The Barber of Bagdad“ Fantasy (Cornelius)

Holger Groschopp, piano

4CD-Box · PC:04 · C7015
845221070155
Special Price!

Das Spektrum der Auseinandersetzung Busonis mit den Werken anderer Meister ist breit; es reicht von Editionen mit geringem Eigenanteil über relativ notengetreue Transkriptionen bis zu freien Paraphrasen und »modernen« Kompositionen, in denen die Stile sich vermischen. Dass er sich dabei Genies wie Bach und Mozart auf gleicher Augenhöhe zu nähern wagte und sie gelegentlich sogar zu korrigieren schien, hat ihm schon zu Lebzeiten mitunter harsche Kritik eingetragen. Die vier vorliegenden CDs enthalten nahezu vollständig alle Bearbeitungen Busonis, die über eine bloße Herausgebertätigkeit deutlich hinausgehen, sowie jene Originalwerke, die auf fremden Werken basieren. Nur in Auswahl eingespielt sind die frühen Klavierauszüge (Mozart, Schubert) und die berühmten Orgeltranskriptionen nach Bach. Der Pianist Holger Groschopp hat sich viele Jahre intensiv mit diesen Bearbeitungen auseinandergesetzt und ist immer wieder auf bislang unbekannte Werke gestoßen, die hier zum ersten mal verewigt sind.

Busoni’s range of dealing with the works of other masters is quite broad: from editions with only a small quota of own arrangements and rather plain transcriptions up to paraphrases and ‘modern’ compositions with a mix in styles. He approached genies like Bach and Mozart at their level, sometimes even correcting their works – for which he often was criticized. The four CDs at hand contain almost all of Busoni’s adaptations, as well as compositions by himself based on other’s works. The CDs contain only excerpts of his early piano works (Mozart, Schubert) and the famous original Bach piano transcriptions. Since many years, pianist Holger Groschopp deals with these transcriptions, yet finding unknown works that were previously unreleased.

ARIBERT REIMANN

CANTUS · OLLEA · ARIETTA
SOLO FOR CLARINET
...NI UNA SOMBRA

JÖRG WIDMANN · MOICA ERDMANN · AXEL BAUNI
WDR SINFONIEORCHESTER KÖLN
PETER RUNDEL

1CD · PC:21 · C5020
845221050201

„Der Menschen Odem ist göttlich“.
Aribert Reimanns Gesänge von Liebe und Tod für Stimme und Klarinette

Ein großes Thema scheint die zwei Liederzyklen, Solostücke und ein Klarinettenkonzert miteinander zu verbinden. „Press deinen Mund an meinen Mund / Der Menschen Odem ist göttlich! / Ich trinke deine Seele aus, / Die Toten sind unersättlich.“, heißt es in Heines Helena. Menschlicher Atem, Liebe, Gesang im Angesicht des Todes – so könnte das Leitmotiv auch für die Instrumentalwerke auf dieser CD lauten.
Reimann und die Bühne! Seit jeher ist Reimann infiziert von jener unheilbaren Krankheit, die man „Theater-Virus“ nennt. Sieben große Opern hat Reimann, der unmittelbar nach dem Abitur eine Stelle als Korrepetitor antrat, bis heute geschrieben – die Klarinettenbehandlung in Bernarda Albas Haus veranlasste Jörg Widmann dazu, sich näher mit Reimanns Werk zu beschäftigen. Der Gesang der Klarinette in Cantus ist ins Übermenschliche gesteigert – Tonumfang, die Länge der Bögen und die Geschwindigkeit der Ausdruckswechsel überschreiten die Möglichkeiten der menschlichen Stimme bei Weitem. Die Neigung zu vergleichbaren Extremen finden sich jedoch auch in Reimanns Heine-Vertonungen für Sopran solo Ollea. In Moijca Erdmanns glockenhellem Sopran hat er eine kongeniale Stimme gefunden, die scheinbar mühelos die Spannweite dieser düsteren, unheilschwangeren „Dichterliebe“ bewältigt.

„Der Menschen Odem ist göttlich“.
Aribert Reimann’s Songs about Love and Death for Voice and Clarinet

The two lieder cycles, solo pieces and a clarinet concert are bound together by one great theme. Henirich Heine’s Helena says “Press your mouth against mine / Human breath is the breath of God / I drink from your soul / the dead are insatiable”. Human breath, love, songs in contemplation of death – these are the leitmotivs of the present CD.
Reimann and the stage! Since ever, Reiman is infected with the “theatre-virus”, and he has written as many as seven operas since he finished his studies and worked as a répétiteur. Jörg Widmann’s clarinet version at Bernada Alba’s house induced him to deal with Reimann’s works. In Cantus, the sound of the clarinet rises up to the supernatural since range, extra-long bows and fast changing moods cannot be sung by human voice. Reimann sets to music a poem by Heine for solo soprano, Ollea. Moijca Erdmann’s clear soprano voice is perfectly suited for this work. It seems like she is able to effortlessly cover the gloomy and ominous span of the “poet’s love”.